Tamotos erstes Video „Beware“ – ein Reisebericht Oder „pivorisierte Pivomanen pivorieren in Pivoland“
2.Teil
Donnerstag1.45 Uhr Schlafenszeit
8.00 Uhr Weckerzeit
8.20 Uhr Aufstehzeit 8.25 Uhr
Duschzeit 9.00 Uhr Frühstückszeit – extrem
leckeres Rührpivo, äh, Rührei. 9.30 Uhr
Abfahrt zum Dreh-Set, das ca. 1 Std. vom Hotel entfernt ist. Und
Shuttlefahrer schleicht, dass uns sogar Lkws auf der Landstraße überholen...
Wahrscheinlich bekam er die Ansage vom Produzenten, weil die schon während
wir beim Frühstück waren, 2 Stunden hinter ihrem Zeitplan lagen.
10.45 Uhr Ankunft am Set, ein kleines
Bergdorf mit ca.1000 Einwohnern - die Hälfte besuchte an diesem Tag das Schwimmbad,
in dem wir drehten um, sich zu vergewissern das sie morgen noch ihre Runden im
Becken drehen können.
11.00 Uhr
Erkundung des Video-Sets: Es verschlug uns die Sprache, als wir in
die völlig abgedunkelte Schwimmhalle einliefen. Die Hälfte der 25m Bahn
war mit schwarzer Folie am Beckengrund abgedunkelt. In der Mitte schwamm ein
runder Ponton in Silber, auf dem unser Tamoto Logo in Orange lackiert war.
Um das Becken waren Absperrungen aus Metall und Stacheldraht gebaut,
hintern denen sich die komplette Dorfjugend befand und wie wild zu unserem
Song „Beware“ hüpfte und das Wasserballett im Wasser anfeuerte. Über
dem Wasserballett befand sich gerade der ca. 10 m lange und hohe Kamerakran
und ein zweite Kamera neben dem Becken. Es war extrem heiß und feucht.
Super, dachte ich, endlich mal ein Videodreh bei dem man nicht frieren muss.
11.30 Uhr Unsere Kabine befand sich in den Katakomben
des Schwimmbads. Wir waren alle total geplättet und entschlossen uns,
erstmal einen Kaffee im Schwimmbadcafé einzunehmen. Wir bekamen gerade noch
den letzten Platz, da das Lokal vom halben Dorf unter Beschlag genommen wurde.
12.00 Uhr Das war eigentlich unsere Showtime für die
Performance aber wie gesagt, wir lagen schon beim Frühstück hinter dem
Zeitplan.
12.30 Uhr Nach und nach verschwand jeder
von uns in die Maske. Lars präparierte schon mal das Drumset und ich war beim
dritten Kaffee.
15.00 Uhr
Unser Moment war gekommen und wir standen alle mit unseren Outfits und
Instrumenten total nervös auf einer 6 m Durchmesser großen
Untertasse, die bei jeder Bewegung den Anschein machte sofort zu sinken.
Wir machten eine Durchlaufprobe und danach wurde sofort
los gedreht.
Unsere Performance wurde von mal zu mal stärker und jedem von uns
war es so ziemlich egal, ob eine Kamera auf uns gerichtet war. Das Publikum
im Hintergrund verlieh uns extrem viel Energie. Und man muss echt sagen,
die Slowenen geben echt Gas und haben extreme Ausdauer. Die haben dort
nämlich schon seit 10 Uhr morgens gestanden.
Ich hätte nicht gedacht, dass man beim Playbacksingen heiser wird.
Es waren so ca. 40 Grad in der Halle und die Luftfeuchtigkeit von 99
% leistete ihren Beitrag dazu, dass wir nach 4 Stunden rumhüpfen
und stehen auf einem Wackelpudding, einfach kaputt zusammenbrachen.
19.30 Uhr Aber Gott sei Dank – waren wir in
Pivoland. Also ab in das Schwimmbadcafé, das von den dorfältesten
jetzt doch geräumt war, weil sie eingesehen hatten, hier ist sowieso nix mehr zu
retten und schnell ein paar Pivo bestellt zum Regenerieren.
20.30 Uhr Währenddessen wurden in der Halle schon die
beiden Kämpferinnen gefilmt, die auf der Plattform ihren Fight For Their
Life abhielten. Ein Hai, der seine Bahnen im Becken zog, freute sich
auf sein Abendbrot. Wobei ich glaube, dass der gute Taucher, der seit
mehreren Stunden als Fisch verkleidet im Wasser sich seinen Allerwertesten abfror,
sich eher auf eine warme Hühnerbrühe freuen würde als auf kalte Hühnerbeine. Die Kampfscenen dauerten bis 24.00!
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