Tamotos erstes Video „Beware“ – ein Reisebericht Oder „pivorisierte Pivomanen pivorieren in Pivoland“
1.Teil
Mittwoch 05.30 Uhr Der Wecker klingelt und es tut weh,
weil die Nacht vor lauter Aufregung nicht wirklich erholsam war. Aber man hat ja eine
lange Zugfahrt vor sich, bei der man sich ein bisschen ausruhen kann.
06.45 Uhr Treffen am Bahnhof mit allen Tamotanern. Mit von der
Partie Lonzo (Bass), Lars (Drums), Andor (Guitar) 07.03 Uhr
Abfahrt mit dem ICE von Göttingen nach München. Erstmal den Speisewagen
in Beschlag nehmen und mit Kaffee den Schlaf aus den Augen spülen.
08.45 Uhr Nach dem etwas überteuerten „Boulevard Frühstück der
Mitropa AG“ kämpfen wir uns 4 Wagen durch den Zug, um in unser reserviertes Abteil
zu gelangen. Wagen 4 – Plätze 103-106. Vielleicht findet man doch noch ein bisschen
Schlaf.
11.00 Uhr Ankunft München Hbf. Schnell zum Taxi weil, der
Flughafen je nach Verkehrslage doch 1 Std. weg sein kann.
11.48 Uhr Wir schaffen es dann doch in 48 min. und 65 Euro.
Tja München ist nicht wirklich billig. Die Tickets vom Schalter geholt, am
Self-Service-Schalter eingecheckt und festgestellt, man hat noch 1,5 Std. bis zum
Abflug.
12.30 Uhr Was macht man mit dieser Zeit am Münchner Airport?
Richtig – Weißbier trinken. Also auf in unser Abflugterminal und die erste Bar
angesteuert. Zwischenzeitlich wurde unsere Gruppe komplettiert durch Dirk
Schelpmeier, der den Videodreh fotografisch begleiten sollte und bekannt ist als
guter Biertrinker. 14.00 Uhr Abflug nach Ljubljana,
Slowenien – und gleich einen Erstflieger an Bord – unser lieber Andor. Jetzt verstand
ich auch, wohin seine Gesichtsfarbe verschollen war – ich dachte sie wäre in dem
halben Maß Weißbier verschwunden. Gut dass ich nicht neben ihn sitze.
14.50 Uhr Landung - und keine kleinen Tüten, die mit komischen Materialien voll waren. Der Shuttle
Fahrer, mit einem Tamoto-Schild in der Hand, wartete schon auf uns.
16.00 Uhr Check-In im modernsten Hotel Europas und das steht
in Ljubljana. Und das ohne Scheiss. Unsere Zimmer waren alle ausgestattet mit
120cm Durchmesser Flatscreens, freiem Internetzugang in DSL, kostenlose
Internet-Telefonie, sogar der Türöffner und das Licht ließen sich über die
Fernbedienung steuern. Aber leider haben die guten Techniker, die dieses Hotel
konzipierten eine Abschaltuhr am Fernseher vergessen. Echt unglaublich.
16.15 Uhr Fotoshooting mit Schelpmeier an der größten
Frau Sloweniens. 18.30 Uhr Vorbesprechung mit den
Produzenten und den Video-Directors. Hierbei erfuhren wir auch, was uns die
nächsten 2 tage und wahrscheinlich auch den Rest der Bandgeschichte begleiten
wird und zwar das slowenische Wort für Bier – PIVO.
19.00 Uhr Klamottencheck mit der Stylistin. Ich hatte
zwar meinen ganzen Hausrat mit, aber irgendwie passte nix. Glücklicher Weise hatte
Andor noch eine nettes T-Shirt für mich. Markus lag ganz richtig mit seinen frisch
eingekauften Klamotten.
20.30 Uhr Auf in die
Innenstadt von Ljubljana, die Bäuchlein waren schon echt am Knurren, Andor, der
gut slowenisch kann, holte die Ausgehtipps ein. So kamen wir zu einem extrem
guten aber äußerst unfreundlichen Italiener und es wurden ein paar Runden Pivo
bestellt. Mit der Anzahl der Pivoretten erhöhte sich natürlich auch die
Kreativität dieses Wort einzudeutschen. Also weg mit den Anglizismen, es lebe der
Pivorismus. 23.30 Uhr Es wurde der Song
angestimmt „Es fährt ein Zug nach Pivolo“. Das war das Zeichen dieses
Pivoblisment zu verlassen und sich ins Pivotel zu begeben.
Aber anstatt sich für den nächsten Tag zu schonen, wurde die Hotelbar angesteuert, um sich ein bisschen weiter zu pivoriesieren.
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